HOLZKLOPFEN

Koproduktion mit dem Théâtre Jeune Public, Straßburg

für Menschen ab 2 Jahren

Ob als riesengroßer Baum oder kleiner Splitter, Möbelstück oder Papier - Holz umgibt uns ständig. In HOLZKLOPFEN untersuchen ein Puppenspieler und ein Percussionist auf variantenreiche, ganz nahe liegende wie überraschende Weise die Möglichkeiten, die das Material bietet.
Sie erschaffen Figuren und Lebewesen, Situationen und Episoden, Gegenstände und Werkzeuge und nehmen die kleinen und großen Zuschauer mit auf eine faszinierende Entdeckungsreise in eine Welt der hölzernen Klänge und Bilder.

Im Juni 2008 wurde das Stück unter dem Titel „Les voix du bois“ im TJP, Straßburg erstmalig dem französischen Publikum präsentiert.

Premiere: 24. Februar 2008 um 16:00 Uhr, HELIOS Theater
Aktuelle Spieltermine

Ensemble

Inszenierung: Barbara Kölling
Spiel: Michael Lurse
Percussion: Marko Werner
Theaterpädagogik: Matthias Damberg
Fotos: Walter G. Breuer

Pressestimmen

„…Für Begeisterung sorgte jedoch nicht nur das Bühnenbild, sondern auch die kreierten Holzfiguren von Puppenspieler Michael Lurse … Mit Hilfe der Figuren stellte Lurse nicht nur Gefühle dar, sondern erzeugte sie auch bei seinen kleinen Zuschauern. … Neben den visuellen Aspekten gab es Klangerlebnisse der besonderen Art. Lurse und sein Kollege, der Percussionist Andrés Cabrera entführten die kleinen und großen Zuschauer in eine Welt der hölzernen Töne… Mit „Holzklopfen“ unter der Regie von Barbara Kölling zeigt das HELIOS Theater erneut ein tolles Stück für die Allerkleinsten, …“
Westfälischer Anzeiger, Montag, 25. Februar 2008


Ein einfacher, aber wirkungsvoller Rollentausch...
..oder davon, das Holz viel mehr als nur ein Werkzeug sein kann, denn es hält ebenso gut als Werkzeug, treues Haustier, Sitzgelegenheit, Klangkörper und letztlich als Unterhaltung für die Allerkleinsten her.
Davon konnte man sich am 19.10 und 20.10 im Helios Theater Hamm bei „Holzklopfen“ überzeugen.
Hier wurde reichlich gewerkelt, gebastelt, gespielt, gelacht und geträumt. Denn hier stand nicht etwa der Mensch im Mittelpunkt, nein, hier war es ganz allein das Holz, in Form von Sägespänen, Holzscheiten, Zweigen und Musikinstrumenten, das die jungen
Zuschauer in seinen Bann zog. Die Idee ist simpel, aber wirkungsvoll: zwei einfache Männer, der eine erzeugt mit Stimme und (natürlich) Holzinstrumenten, die passende Atmosphäre, der andere tauscht eben mal die Rollen:
aus Werkzeug (Holz) wird Hauptprotagonist,aus Hauptprotagonist (Michael Lurse) Werkzeug, das Holz selber, so scheint es fast schon, benutzt ihn als Sprachrohr, um sich der Welt, und ihren Bewohnern, verständlich zu machen.
Hier erhält ein scheinbar so einfacher Rohstoff wie Holz, eine leiser Begleiter, die uns ständig umgibt, eine eigene Persönlichkeit. Einfach schön gemacht.
Marie-Claire Delarber, Lesezwang, von Schülern und Studenten gestaltete
Festivalzeitschrift des „favoriten 08 – Theaterzwang“-Festivals
Mittwoch, 22. Oktober 2008


 
Zweijährige vom Theater begeistert
Münster - Ganz große Kunst, ganz großes Theater! Und das vor dem kritischsten Publikum, das sich denken lässt: Zweijährige! Hellwach, lebendig und überaus bildungshungrig. An dieser Altersgruppe rackern sich Erwachsene vom Aufstehen bis zum Zähneputzen ab. Das Helios-Theater aus Hamm konfrontiert dieses Jüngsten-Publikum mit Kultur. Unglaublich mutig, unglaublich schön.
Denn das Schauspiel ist meisterhaft, das der konzentriert präsente Darsteller Michael Lurse und sein aufmerksamer Musiker Roman D. Metzner in einer genialen Inszenierung von Barbara Kölling gestern Morgen im Kindertheater Meerwiese vor einer Meute von 60 Kleinst-Zuschauern aufführten.
„Holzklopfen“ heißt es und Herzklopfen macht es. Auf einem sechseckigen Plateau aus einer dicken Späneschicht stehen Hölzer. Im Späneschaum raschelt es, im Späneschaum bewegt sich was - Hui, da schießt eine Stäbchen-Raupe aus den hölzernen Wogen. Das abstrakte Getier probiert Bewegungsabläufe durch und entdeckt eine Klötzchen-Schlange. Und durch eine Wurzel mit Astloch wird daraus ein Drachen.
Das ebenso einfache wie genial komponierte Rezept von „Holzklopfen“: Einfache Beobachtungen aufgreifen, ausbauen und daran Freude haben, Abstraktes wird konkret und dann Persönlich, Leises wird lebendiger bis hin zu laut. Diese Muster werden äußerst raffiniert miteinander verwoben, so dass dichter, vielschichtiger Theater-Teppich entsteht, der die Krabbel-Kinder mehr als eine halbe Stunde in seinen Bann zieht.
Die Jungen und Mädchen beleben das Geschehen in der Vorstellung mit Kommentaren: „Boah“, „Oh . . . bumm!“ - Shakespeare hätte seine Freude gehabt. Am Ende werden Spuren in den Späneteller gezogen wie zu Hause in Spinat und Püree. Die Kleinen dürfen durch diese Gänge laufen, also mitten auf der Bühne, vor der die meisten Erwachsenen einen Riesenrespekt entwickelt haben.
„Helios“ zeigt, das Theater so spannend ist wie eh und je, für jedes Alter, spannender als das TV. Das Geheimnis? Nicht anbiedern. sondern authentisch sein, ehrlich und konzentriert, intelligent und anspruchsvoll. Es müsste mehr Angebote wie dieses geben . . .
Westfälische Nachrichten, Münster
von Gerhard H. Kock
14. September 2009

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PRESSESTIMMEN aus Frankreich

Über das Holz, den Allerkleinsten erzählt
Die deutsche Kompanie HELIOS Theater ist wieder da, mit „HOLZKLOPFEN“, für das ganz kleine Publikum. Eine spielerische und poetische Produktion, entstanden in der Zusammenarbeit mit dem TJP Straßburg.
Michael Lurse liebt es wirklich sehr, mit organischem Material zu spielen. Nach der Erde im letzten Jahr während Giboulées – „Erde, Stock und Stein“ spielt übrigens in den nächsten Tagen in Illkirchen-Graffenstaden – lässt uns dieser Schau-/Puppenspieler von der anderen Rheinseite das Holz entdecken, begleitet mit der Percussion von Andrés Cabrera.

Einfach und spielerisch
Auf der Bühne liegt ein mit Sorgfalt ausgelegter Teppich aus Holzspänen. Einige Holzstämme stehen dort aufgerichtet. Feine Holzstöcke und andere Seile sind sichtbar, außerdem eine Schaufel und eine Axt. Und ganz langsam, mit den Klängen der Instrumente – übrigens auch aus Holz -, die mit viel Feingefühl gespielt werden, zieht der Schauspieler an einem Faden.
Schließlich erscheint eine kleine Raupe aus kleinen Holzstücken, die zum Leben erwacht, zappelt, die Welt um sie herum erforscht, nach und nach alle Holzstämme umwirft und es schließlich mit etwas viel Stärkerem aufnimmt: nämlich mit einem viel größeren Alter Ego, der auch aus einer Auffädelung trockener kleiner Holzscheite besteht, allerdings in der Größe einer riesigen Schlange. Ein Krokodil? Ein Dinosaurier?
Die Holzstämme werden eine Hütte, dann unter Michaels Axt kleine Holzscheite und schließlich lebendige Figuren mit Kopf, Armen und Beinen. Daraufhin wendet sich der Figurenspieler den Spänen zu: mit Hilfe der Schaufel stellt er Wege her, auf die er die kleinen Zuschauer einlädt sich vorzuwagen – und einige der Kinder begeben sich auf die Bahnen durch das Holz und ermächtigen sich ihrer mit Vergnügen. Ganz mit Ruhe und Bedacht gelingt es dem HELIOS Theater, dank der einfachen und spielerischen Inszenierung Barbara Köllings, wieder einmal die Aufmerksamkeit und das Vertrauen der Allerkleinsten zu erlangen. Ohne Künstlichkeit und ohne Zaubertricks. Bemerkenswert!
Dernieres Nouvelles d’ Alsace, Straßburg, 6. Juni 2008

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Festivals & Auszeichnungen

- für das 24. Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW „Spiel(t)räume“ in Duisburg
- für das SPIELARTEN Festival 2008
- für die Reihe Theater Starter
- als Kindertheater des Monats November 2009

HOLZKLOPFEN“ wurde beim 13. Festival Freier Theater NRW „favoriten 08 – Theaterzwang“, das vom 17.-25. Oktober 2008 in Dortmund stattfand, mit dem Preis favoriten 08 des NRW-KULTURsekretariats für eine herausragende Produktion ausgezeichnet. „Der Preis soll Unterstützung leisten zur Weiterentwicklung der anspruchsvollen künstlerischen Arbeit des Ensembles.“

Die Begründung der Preisjury:
„Wie kann ein Mensch mit einem Material in einem Kreis einen ganzen Kosmos erzeugen? Wie wird für kleinste Kinder eine Hör-, Seh- und Fühlwelt erfahrbar? Durch Konzentration auf das Wesentliche, das ein Ganzes wird, unspektakulär und feingliedrig, durch herausragendes Theater im Kleinen, ganz groß, das die Kleinsten dort erreicht, wo sie sind, wenn man sie lässt: auf Augenhöhe. Mehr davon!“

Auswahljury des 24. Kinder- und Jugendtheatertreffens NRW 2008:
„Ob groß oder kein, eckig oder rund, zersägt oder zerfallen: im Mittelpunkt dieses Theaterstückes für die Jüngsten steht das Material Holz, zusammengesetzt zu einer reizvollen Bühneninstallation, der ein Percussionist und ein Puppenspieler Klänge, Bilder und kleine Szenen entlocken und so eine faszinierende Entdeckungsreise entwickeln.
Im Spiel erwacht das Material zum Leben und gebiert eine Fülle von Möglichkeiten: aus abstrakten Spänen und Scheiten, aus Ästen und Wurzeln entstehen Bewegungen, Figuren, Lebewesen, Situationen und Episoden, Werkzeuge, Gegenstände, ein Haus und schließlich eine Stadt, die ihre Straßen zum Publikum hin öffnet und die Zuschauer einlädt, sie zu betreten, ganz unmittelbar selbst zu erleben und gegebenenfalls weiter zu gestalten. Der kontemplative und spielerische Umgang mit dem natürlichen Material Holz animiert zu einem behutsamen und lustvollen Umgang mit der Natur und veranschaulicht anhand konkreter Neu-Schöpfungen innerhalb der Aufführung einzelne Etappen der individuellen und sozialen menschlichen Entwicklungsgeschichte im Kontext mit der uns umgebenden Umwelt.“

Beim Kinder- und Jugendtheaterfestival „Penguin’s Days“ vom 1. bis 29. November 2009 in Moers bekam HOLZKLOPFEN den Sonderpreis der Jugendjury verliehen. In ihrer Begründung hob die Jury besonders den „ungezwungenen Umgang mit dem Publikum“ hervor.

Technik

Bühne: 10 m x 10 m
Höhe: 3 m
Aufbau: ca. 3 Std.
Abbau: ca. 1 Std.
Stückdauer: 30 Min.
Zuschauerbegrenzung: max. 60 Personen
Maximal 2 Aufführungen pro Tag
Pause zwischen 2 Aufführungen mindestens 60 Minuten

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