Zwischen den Stühlen

für alle ab 13 Jahren

 

Manche dürfen nicht da sein, wo sie sind. Manche können nicht da sein, wo sie sein wollen. Manche wollen nicht da sein, wo sie sind. Manche sind da, wo sie nicht sein dürfen. Manche sind einfach da.

Zwei Männer kommen in einen Saal. Darin stehen 13 leere Stühle. Einer war zuerst da. Einer kam danach. Wer hat hier das Sagen? Ein irrwitziges Spiel entspinnt sich um Hoheit und Daseinsberechtigung, und nicht immer ist es für beide ein Spiel. Wem gehört der Raum, wem gehören die Plätze? Wer darf da sein, und wer nicht? Wer braucht eine Aufenthaltsgenehmigung, von wem – und wie sicher kann man sich sein, wenn man eine hat? Was passiert, wenn man keine hat?

In der Inszenierung „Zwischen den Stühlen“ verhandeln die Spieler Marko Werner und Mamadoo Mehrnejad diese existentiellen Fragen mit Witz und Spielfreude. Das Stück ist in Zusammenarbeit mit Autor Steffen Moor entstanden. Regisseurin Barbara Kölling hat mit dem Ensemble Situationen kreiert, die das Publikum einladen, eigene Vorannahmen zu hinterfragen.

 

PREMIERE: Freitag, 20. September 2019, HELIOS Theater

Ensemble

Spiel: Mamadoo Mehrnejad, Marko Werner
Text: Steffen Moor
Regie: Barbara Kölling
Theaterpädagogik: Vera Grugel, Nina Weber

Pressestimmen

Im neuen Stück „Zwischen den Stühlen“ werden große und kleine Plätze geschaffen. Sie werden eingenommen, angeboten und weggeschnappt. Es werden Grenzen gezogen und geöffnet. Mit Humor und viel Scharfsinn kreiert das Ensemble überraschende, teils absurde Situationen, die zum Perspektivenwechsel herausfordern. Themen wie Freiheit, Fremdheit und Gleichheit werden dabei abstrahiert behandelt und zugleich greifbar. Die Stühle spielen eine durchgehend zentrale Rolle und stehen metaphorisch für den Platz.

Westfälischer Anzeiger, 14.09.2019, von Alena Grosskopff

 

Im Mittelpunkt stehen zwei Schauspieler und natürlich ein dutzend Stühle. Sie werden hin- und hergeschoben, auf ihnen wird geklopft, sie werden angeboten und weggeschnappt. Sie stehen mal im Kreis, mal in der Reihe. […] Das Stück knüpft daran auch die ganz großen Fragen nach Staatsgrenzen oder Aufenthaltsgenehmigungen. Für junge Menschen ist das Thema besonders drängend, glaubt Kölling: „Darf ich hier sein? Darf ich da sein? Bin ich hier am richtigen Platz? Das fragt sich jeder Jugendliche in Bezug auf seine Familie, in Bezug auf seinen Klassenverband, in Bezug auf seinen Freundeskreis…“

Radio Lippewelle, 19.09.2019, von Rainer Wilkes

 

„Es geht um den eigenen Platz in der Welt, und noch viel mehr um die Frage, wer einem Menschen sagen kann, dass er hier eine Daseinsberechtigung hat, an einem Ort sein darf oder auch wieder weg muss.“ – […] – „Ich fand’s in der Hinsicht interessant, dass man die Problematik auf eine amüsante Art dargestellt hat.“ – „Ich fand die Schauspieler sehr gut, die haben sehr interessante Situationen geschaffen. Man konnte den Gemütszustand von „Das ist jetzt meins“ und „Oh Gott, der könnte mir das wegnehmen“, also die Ängste, die entstehen, sehr gut verstehen.“

Radio Lippewelle, 29.09.2019, Befragung von Zuschauer*innen bei der nachtfrequenz19, von den Nachwuchsreporter*innen Hannah und Leon

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